Museumsorte



Die Kirche von Bojana
Die Kirche ist 8 km von Sofia entfernt und ist ein Denkmal der bulgarischen mittelalterlichen Architektur und
Wandmalerei. Der älteste Teil der Kirche wurde im 11. Jahrhundert gebaut. Die Wandmalereien sind aus drei
verschiedenen Epochen – 11., 13., 14.-15. Jahrhundert. Die Fresken gehören zu den wertvollsten Schöpfungen
der mittelalterlichen europäischen Malerei und sind durch Renaissancemethoden und –motive ausgeprägt.
Seit 1979 gilt die Kirche als Denkmal der UNESCO.




Die thrakische Grabstätte von Kazanlak
Die Grabstätte befindet sich 5 km von der Stadt Kazanlak und 200 km von Sofia entfernt und ist das besterhaltene
Denkmal thrakischer Kunst in Bulgarien. Das Denkmal datiert aus dem Ende des 4. und Anfang des 3. Jahrhunderts vor Chr., als der thrakische Staat einen hohen politischen, ökonomischen und kulturellen Aufschwung erlebte. Die Grabstätte besteht aus einem reichbemalten Vorraum, einem Korridor und einer gewölbten Grabkammer. Sie ist eine der wenigen bis heute erhaltenen Meisterwerke der antiken Malerei und ist das erste der bulgarischen Denkmäler, die in der Liste der von der UNESCO unter Denkmalschutz gestellten Objekte der Welt aufgenommen wurde. In Kasanlak gibt es ein Museum der Rosenölproduktion. Hier wird heute noch Rosenöl hergestellt. Im ganzen Tal stehen Ruinen aus griechischer, römischer, thrakischer und türkischer Zeit.




Der Reiter von Madara
Der Reiter von Madara ist ein monumentales Steinrelief vom Beginn des 8. Jahrhunderts. Es befindet sich in der Nähe des Dorfes Madara, 380 km von Sofia entfernt. Das Relief ist in einem senkrechten Felsen in einer Höhe von 23 m geschlagen. Es stellt einen Reiter dar, der mit seinem Speer einen Löwe durchstochen hat, ringsum sind drei Inschriften in griechischer Sprache eingemeißelt. Seit 1979 ist das Relief  Denkmal der UNESCO.

 


Nessebar
Nessebar liegt auf einer kleinen Felsenhalbinsel im Schwarzen Meer und ist mit dem Festland durch eine schmale
Landenge verbunden. Das schmucke Altstädtchen ist 40 km von Burgas und 430 km von Sofia entfernt. Entstanden ist es im 2. Jahrtausend v. Chr. als eine thrakische Siedlung unter dem Namen Messembria. Dann wurde die Siedlung 510 Jahre v. Chr. eine griechische Kolonie. Seit der Eroberung von Khan Krum im Jahre 812 befindet sich die Stadt innerhalb der Grenzen des bulgarischen Staates. In Nessebar sind wertvolle kulturhistorische Denkmäler erhalten: antike Festungsmauer, gut erhaltene und restaurierte Kirchen aus verschiedenen Epochen (einer Sage nach sollen es einst über 40 gewesen sein), altertümliche Häuser aus der Renaissance, eine Windmühle. Seit 1983 steht die Stadt unter dem Schutz der UNESCO.



Sosopol
Sosopol liegt auf einer Halbinsel an der Schwarzmeerküste, 32 km von Burgas und 420 km von Sofia entfernt und ist
eine der ältesten Städte Europas. Gegründet wurde die Stadt im 7. Jahrhundert v. Chr. unter dem Namen Apolonien.
So wie Nessebar wurde dann die Stadt im Jahre 812 von Khan Krum erobert und in die Grenzen des bulgarischen
Staates eingeschlossen. Heutzutage sind in der Stadt über 200 Häuser und mehrere Kirchen aus der 18. und
19.Jahrhundert erhalten.




Veliko Tarnovo
Veliko Tarnovo ist die mittelalterliche bulgarische Hauptstadt und liegt 250 km von Sofia entfernt. Die ältesten
Ansiedler hier waren die thrakischen Stämme, deren Kultur ihre Blütezeit vom 4. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr.
erreicht hatte. Im 5.-6. Jahrhundert lebten hier Slawen. Im Jahre 1185 bereiteten die Bojaren Assen und Peter den Aufstand gegen die byzantinische Herrschaft vor und ernannten Tarnovo zur Hauptstadt des Bulgarischen Reiches. Bis 1393 war diese wunderschöne, malerische Stadt das politische, administrative und geistliche Zentrum Bulgariens. Die mittelalterliche Ortschaft erstreckte sich über die Hügel Zarevez und Trapesiza, dem Fluss Jantra entlang und auf die Anhöhe Sveta Gora. Die Außenmauern der Zarevez- Festung sind eine solide Schutzanlage gegen die mittelalterlichen Feindangriffe. Das Verteidigungssystem der Festung ist eine Errungenschaft der bulgarischen Fortifikation und des Bauwesens im 12.-14. Jahrhundert.




Arbanassi
Der Ort liegt auf einem Felsenplateau 4 km von Veliko Tarnovo entfernt und bietet eine einmalige Aussicht zur mittelalterlichen bulgarischen Hauptstadt. Arbanassi wurde im 13. Jahrhundert von bulgarischen Bojaren gegründet und hat sich zu einem reichen Handelsort entwickelt. Der Ort ist bekannt durch seine Wohnungsarchitektur, Häuserfestungen und reichliche Holzschnitzerei an Decken, Türen, Möbel und Fenster, sowie durch die reich mit Wandmalereien verzierten Kirchen.




Bansko
Bansko ist eine kleine Gebirgsstadt am Fuße des Pirin – Gebirges, in einer Höhe von 925 m gelegen und 160 km
südlich von Sofia entfernt. Die Stadt entstand im 10. Jahrhundert auf den Grundmauern einer alten thrakischen
Siedlung. Typisch für die Stadt ist die originelle Architektur mit malerischen zweistöckigen Häusern aus Stein.
Bansko ist in ganz Europa durch die alte Renaissance – Kunstschule und als Gebirgskurort bekannt.



Boshenzi
Boshenzi ist ein kleiner Ort im Balkangebirge, in einer Höhe von 750 m und 130 km von Sofia entfernt. Erhalten ist
hier die typische bulgarische Architektur des 18. und 19. Jahrhunderts, die durch die hohen Steinmauern, die kleinen
Pflasterstraßen, steinernen Brunnen und Brücken und kleinen Lädchen eine einmalige Atmosphäre verschafft.



Sheravna und Kotel
Die beide Orte liegen im östlichen Teil des Balkangebirges, 100 km von Burgas entfernt. Sheravna ist im 12.-14.
Jahrhundert entstanden und entwickelte im 18. Jahrhundert Handwerke, Handel und Tierzucht. Von dieser Zeit sind
über 150 Häuser, Kerzengießerei, Klosterschule, Wirtshäuser, Lädchen erhalten.
Kotel entstand im 14. Jahrhundert und galt im 18. Jahrhundert als reiches Handwerkszentrum. Rundherum befinden sich über 70 Höhlen und mehrere Karstquellen. Kotel ist Geburtsort einer ganzen Reihe großer Bulgaren, die eine Spur in der Nationalgeschichte hinterlassen haben. Heute ist die Stadt ein bekannter Klimakurort mit erhaltenen Gebäuden aus der Renaissancezeit und einem Teppichmuseum.



Koprivstiza
Die Stadt liegt im Gebirge Sredna gora in einer Höhe von 1060 m und ist 110 km von Sofia entfernt. Gegründet wurde sie im 14. Jahrhundert und ist ein architektur-ethnographisches Reservat mit ihren Museen und über 200 völlig
erhaltenen altertümlichen Häusern, engen gepflasterten Straßen, bogenförmigen Steinbrücken, Kirchen mit
Ikonenmalerei. Koprivstiza ist weltbekannt durch das Nationaltreffen der Volkskunst.



Melnik
Eine kleine Stadt im Süden Bulgariens, am Fuße des Pirin –Gebirges, 180 km südlich von Sofia entfernt. Gegründet
wurde die Stadt von den Thrakern und Römern im 2. Jahrhundert, zum bulgarischen Staat gehört sie seit 840.
Die Häuser der „weißen Stadt“ sind amphitheatralisch auf den steilen Hängen des malerischen Felsens von Melnik
gelegen. In den in die Felsen gehauenen Erdgeschossen befinden sich die berühmten Steinkeller, in denen der
einmalige Melniker Wein ablagert.



Die Altstadt Plovdiv
Plovdiv, die zweitgrößte Stadt Bulgariens liegt 156 km südlich von Sofia und wurde 342 v. Chr. gegründet.
Das moderne Geschäftszentrum bildet einen interessanten Gegensatz zu den Renaissancegebäuden der Altstadt. Die Altstadt ist auf drei Hügeln im Zentrum gelegen. In den altertümlichen Gassen stehen malerische Häuser aus dem Mittelalter. Es gibt zahlreiche Ruinen aus römischer Zeit und ein antikes Amphitheater. Das Archäologische Museum bietet eine ausgezeichnete Sammlung goldener thrakischer Kunstgegenstände und Küchengeräte.



Schiroka Laka
Das Dorf befindet sich in dem westlichen Teil der Rhodopen und liegt in einer Höhe von 1000 m. Es wurde im 15.
Jahrhundert gegründet, bewahrt aber bis heute die reiche Kultur der rhodopischen Bulgaren – Handwerke, Lieder,
Tänze, Bräuche. Sehenswert sind die von der Renaissance erhaltenen Häuser, Steinbrücken, Kirchen, Klosterschule,
Handwerkerwerkstätten. Jedes Jahr wird hier ein Treffen der bulgarischen Volkskunst veranstaltet.



Das Freilichtmuseum Etara
Das ethnographische Museum befindet sich in den nördlichen Hängen des Balkangebirges, 220 km von Sofia und 5 km von Gabrovo entfernt. Der Name führt auf den ursprünglichen Namen des Flusses Jantra – Etar - zurück. Auf einer Fläche von 60 000 m2 zeigt die Ausstellung lebendige Ethnographie, Volkskunst, altertümliche Handwerke, traditionelle Küche, Hauseinrichtung und Kleidung aus der Gegend vom Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts.