Klöster
Das Rilakloster
Das Rilakloster liegt in einem bewaldeten Talkessel des Rila-Gebirges in
einer Höhe von 1100 m, 80 km südlich
von Sofia entfernt, und ist nach Aton der größte Klosterkomplex
der Balkanhalbinsel. Gegründet wurde es im
10. Jahrhundert vom bulgarischen Heiligen Ivan Rilski. Der Klosterkomplex hat
die Form eines Vierecks mit einer Fläche
von 8800 m2. Die prachtvollen Gebäude, die man heute sieht, wurden
erst im 19.Jahrhundert gebaut, denn das alte
Kloster brannte 1833 ab. Im Hofe sind der Hreljo-Turm von 1335, der den
Brand
überlebte, und die Hauptkirche des Klosters mit monumentale Verzierung der
bekannten bulgarischen Künstler aus der Renaissancezeit. Das Gebäudeviereck
mit seinen Arkadengängen und der schwarz - weißen Bandbemalung,
mit den Außentreppen, Vorbauten und der gewaltigen Bergkulisse ringsum ist
sehr eindrucksvoll. Überwältigend sind
auch die Fresken, Ikonen und Schnitzarbeiten in der
umlaufenden Galerie wie im Innenraum der kuppelgedeckten Kirche.
Seit 1983 steht das Rilakloster unter dem Denkmalschutz von UNESCO.
Das Batschkovo-Kloster
Das Kloster liegt in den Rhodopen, 28 km von Plovdiv entfernt. Gegründet
wurde es im Jahre 1083 von den
georgischen Brüdern Bakuriani. Seit der Herrschaft von Zar Kalojan
und Ivan Assen im 12. Jahrhundert gehört es zu
dem bulgarischen Staat. Das Batschkovo – Kloster ist ein Architekturensemble
mit zwei Höfen, eingeschlossen von
Klostergebäuden. Die zerstörten alten Gebäude wurden erneut
im 17. und 20. Jahrhundert errichtet. Wandmalereien,
Ikonen, alte Manuskripte und Münzen können hier bewundert werden..
Bei archäologischen Ausgrabungen sind hier u.a.
zahlreiche thrakische Goldgegenstände gefunden worden.
Das Trojan-Kloster
Das Kloster befindet sich im Balkangebirge, in der Nähe der Stadt Trojan und beim Dorf Oreschak – bekannt als
Handwerkszentrum. Es ist im 16. Jahrhundert gegründet und war ein großes
Bildungszentrum. Im Kloster werden über
20 Handschriften und altgedrückte Bücher vom 18. und 19. Jahrhundert
aufbewahrt. Die Klosterkirche wurde im Jahre
1835 erbaut. Sehenswert sind die Wandmalereien von Sachari Sograf, die
Bilderwand der Meister der
Kunstschule in Trojan, sowie die wundertätige Ikone von Troerutschiza
(die Dreihändige).
Das Preobrashenskikloster
Das Kloster liegt in einer Schlucht des Flusses Jantra, etwa 7 km von der
alten bulgarischen Hauptstadt Veliko
Tarnovo entfernt. Gegründet wurde es im 13. Jahrhundert, später
wurde es verwüstet und verbrannt. Am heutigen Standort
wurde das Kloster im Jahre 1825 wiederhergestellt. Die Klosterkirche wurde
von Sachari Sograf bemalt.
In der Museumsammlung werden Ikonen von Vertretern der Kunstschule in Trjavna
aufbewahrt.
Das Drjanovokloster
Das Kloster liegt in der Nähe der Stadt Drjanovo, etwa 25 km von
Veliko Tarnovo entfernt. Es ist in einer
malerischen Schlucht des Drjanovoflusses gelegen und ist von hohen Felsen
und waldigen Hügeln umgeben. Das Kloster
ist zwar im 12. Jahrhundert gegründet, an der heutigen Stelle aber
im Jahre 1845 erbaut. Während der türkischen
Herrschaft war das Drjanovokloster eine Festung des Bulgarentums gewesen. 1876
wurde das Kloster zerstört und verbrannt und im 1880 wiederaufgebaut.
Das Sokolkloster

Das Sokolkloster befindet sich 55 km von Veliko Tarnovo entfernt, in der
Nähe des Freilichtmuseums Etara. Es liegt
auf einem senkrechten Felsen in den Hängen des Balkangebirges. Gegründet
wurde es von Archimandrit Josif Sokolski
im Jahre 1833. Hier befindet sich die einmalige Steinquelle mit 8 Strahlen,
erbaut von Nikola Fitschev.
|